66 Gedichte über den Frühling




Frühlingsabend Neu


Im Wolkengelb vergeht der Tag,
der Abend bricht herein,
färbt den Himmel in
goldiges Licht,
taucht die Welt
ins göttlich
Schöne.



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Frühlingswetter Neu


Schon seit Tagen ziehen Wolken,
lassen Tropfen nicht entrinnen,
Blätter grünen in den Ästen,
Frühlingsblühen kann beginnen.

Sonnengold bestrahlt die Stunden,
erhellt die Welt in ihrem Sein,
Himmels Tränen plötzlich sinken,
nach Regen folgt dann Sonnenschein.

Auf dem Blattwerk ruhen Perlen,
kurz nur die Gelegenheit,
Düfte steigen aus der Feuchte,
dunstig wird die Luft der Zeit.



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Schmetterlingsruhe Neu


Eine Schönheit kommt geflogen,
öffnet galant ihr Flügelkleid,
Sonnenhelle scheint hernieder,
es ist Mittag und Frühlingszeit.



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Morgenkonzert Neu


Zeit der Vögel ist gekommen,
am Horizont steht kugelrund
rötlichrot die ewig Schöne,
zum Erwachen ein echter Grund.

Sänger zwitschern, trillern Laute,
wecken Schläfer im ganzen Land,
jubeln in den Glanz der Frühe,
weilen im dichten Baumbestand.

Sichtbar höher steigt die Sonne,
Farben zieren das Himmelszelt,
Vogelstimmen werden leiser,
wohlwollend die Morgenwelt.



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Weidenkätzchen Neu


Stauden wiegen sich in Winden,
milde Lüfte wellen den See,
winterliches ist vergangen,
vorbei die Kühle und der Schnee.

Kätzchen sprießen in der Sonne,
enthüllen stolz den samten Nerz,
streben hin zur Himmelsbläue,
es ist Frühling und Mitte März.



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Mairegen Neu


Fast windstill ist der Tag,
an dem senkrecht leiser Regen fällt,
Tropfen auf Tropfen das üppige Grün
und die blühende neue Pracht benetzt,
Perlenglanz rieseln lässt.

Farben der Zeit
dem grauen Himmel
brillante Feinheiten zeigen,
den Mai mit Rouge belegen.



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Junger Frühling


Silbern scheint die Sonne
auf des Frühlings erhabene Anmut,
widmet ihre gleißende Leuchtkraft
dem jugendlichen Mai,
dessen filigrane Feinheit
Sinne zum Verweilen zwingt,

lang Verborgenes
zum Vorschein bringt,
der Zeit ihr Gesicht offenbart.



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Des Maien Sprießen


Der Mai ist gekommen,
so sagen es die Leut',
wo war er gewesen
vor dem Gestern und Heut'?

Man kann es nur ahnen,
doch wissen leider nicht,
erfrischender Zauber
im warmen Sonnenlicht.

Grünes und die Farben
im lauen sanften Wind,
wundervolles Sprießen,
beflügelt Seelen sind.



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Aprilwetter


Grün ist das Laub
es quillt hervor
Blumen sprießen
wie's Jahr zuvor

Wolken ziehen
es stürmt und schneit
Hagel prasselt
der Blüten Leid

Menschen frösteln
mit dickem Schal
so ist die Zeit
des Monats Qual.



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Nebelig


Nebeldunst
dämpft das Licht des Morgens,
Krähen krächzen unsichtbar in Höhen,
durch feuchte Gräser huschen Tiere,
erspüren ihre verhangene Welt,

wie durch Watte schreitet das Leben
mutig und regsam dem Alltag entgegen,
bis Nebelschleier sich erheben und
Klarheit den neuen Tag bestimmt.



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Frühlingshafte Welt


Still werden die Gefühle
beim Anblick der aufblühenden Welt,
des neuen Frühlings in seiner Fülle
und farbenfroher herzerfrischender Anmut,
von göttlichem Drang erfüllt,

den ewigen Wandel
des Besonderen
zu offenbaren.



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Idylle im Mai


Wolkenlos des Himmels Höhe,
brillantengleich funkelt der See,
Enten schnattern an den Ufern,
Leute bummeln durch die Allee.

Auf den Bänken sieht man Paare,
genießen ihr verliebtes Sein,
Mücken tanzen ihre Reigen
im hellen Frühlingssonnenschein.

Störche gleiten durch die Lüfte,
kreisen in Höhen sehr galant,
Herzen jubeln innen leise,
erfreuen sich am Zeitenstand.



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Frühlingswetter


Aus dichtem Laubwerk tönen
Melodien vom Vogelsang,
dazwischen glitzern Strahlen,
hörbar der Spatzen Zank.

Dunkle Wolken ziehn herbei,
vertreiben des Frühlings Pracht,
Hagel zielt auf Blätterschar,
danach fällt Regen noch sacht.

Vorbei des Himmels Fronten,
Strahlen äugen zart hervor,
die Mücken tanzen Reigen,
alles ist fast wie zuvor.



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Himmelsröte am Meer


Wie auf Flügeln weilt
die Morgenröte am Rand des Meeres,
schaut auf weiße Wellenspitzen,
die stürmend durch die Weite eilen,
ihren Übermut kaum zähmen können,
dem weißen Strand und Felsen entgegen,
in tosender Wildheit dem Widerstand erlegen,
im roten Schein eines neuen Tages.


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Frühlingsstürme


Wolken bauen sich hoch auf,
Sturm treibt eilig voran,
dunkel wird das Himmelszelt,
es graupelt wild spontan.

Regen peitscht fast waagerecht,
Bäume schrägen zu Hauf',
fauchend jagen die Böen,
hindurch des Frühlings Lauf.



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Des Frühlings Wunder


Säfte steigen aus kühlen Gründen,
meistern Höhen wundersam,
Knospen treiben,
Blätter wachsen,
Strahlenhelle beschillert den See,
zufrieden schaukeln Enten,
laue Winde schrägen sanft
winterbraune Gräser,

kunstvoll bauen Vögel Nester,
suchen, scharren nach Gehölz,
Blütenköpfe drängen leise
aus des Winters Enge,
farbig wird das Leben.



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Wattenmeer


Schreiend fliegen Möwen,
der Tag sein Ende find',
Nebel zieht vom Meer her,
vereint mit lauem Wind.

Aus des Schlammes Tiefe
dringen Wesen empor,
Vögel sammeln Futter,
die Flut steht bald bevor.

Wellen voller Leben,
schwemmen über den Grund,
Himmelslichter dunkeln,
es neigt zur Abendstund'.



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Nebelige Idylle


Nebel hält die Früh' gefangen,
Sonnenlicht dringt kaum hervor,
ohne Farben und verhangen
wie der Morgen schon davor.

Langsam lichten sich die Schleier,
Vögel grüßen in den Tag,
kahle Bäume stehn am Weiher,
es der Zeitenlauf so mag.



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Schönes Berggestein


Durch hohes Felsgestein
schweben leise graue Wolken,
brechen auf zu blauer Himmelssicht,
dessen Sonnenstrahlen steile Hänge beleuchten
in Gemeinschaft mit wechselnden Schatten in
schneebedeckten zerklüfteten Hängen,
die Bergwelt in Faszination hüllt.


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Hagelsturm im Gewitter


Düster wird des Himmels Höhe,
Blitze zucken, erschrecken sehr,
krachend folgen Donnerschläge
mit lautem Grummeln hinterher.

Hagel stürzt herab aus Wolken,
trommelt geräuschvoll seinen Sound,
mischt mit Weiß die Frühlingsfarben,
manche Seele begeistert staunt.



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Abendröte im Frühling


In himmlischer Röte
mit gelben Nuancen vereint,
erscheint des Abends Herrlichkeit,
taucht leicht verzerrte Spiegelbilder
ins ruhig fließende Wasser,
gibt dem fantastischen Augenblick
einen sicheren Halt,
der Seele stille Momente.



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Neues Sprießen


Kein Winter
hat erdigen Boden zum Müßiggang bestärken,
dem Begehren früher Blüten Einhalt bieten können,
sich wärmenden Sonnenstrahlen
entgegen zu strecken,
von kühlen Winden umschmeichelt,
im vertrauten Miteinander das Neue
des Vorfrühlings genießend.



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Übergang der Zeit


Kahl schweigen noch die Bäume,
der Morgen ist neu erwacht,
kein Sonnenrot, nur Helle,
Böden mit Schatten bedacht.

In Wassern gleiten Wellen
von Flimmerstrahlen geschönt,
aus Ästen in den Höhen
Vogelsang munter ertönt.

Es ist noch etwas Winter,
alles ruhet starr und kalt,
die Zeit flaniert stets weiter,
erteilt bald des Frühlings Halt.



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Klänge am Meer


Durch goldigen Abendschein fliegen
schreiend Möwen hin zum Strand,
waten suchend müden Wellen entgegen,

wundersame Stimmen des Meeres
verfangen sich in Nebelschleiern,
wandeln die Zeit zur Nacht.



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Österlicher Schwindel


„Oval sind alle Eier,
das ruft stets die Frau Meyer,
„ob sie groß sind oder klein,
es wird weiterhin so sein
hier bei mir am Eierstand,
und das auch im ganzen Land,
auch zur Osterfeierei
legen Hühner nur das Ei,
nicht die Hasen für die Zeit,
waren nie dazu bereit!“.


Ein Pastor kommt rasch herbei,
hört der Worte laut Geschrei,
runzelt die Stirn in Falten,
will den Mund nicht mehr halten,
denn er weiß es ganz genau
so wie hier die Eierfrau,
dass Hasen legen keine Eier
für die österliche Feier.

Sein Gewissen grummelt sehr,
winkt darum die Leute her:
„Diese Frau die sagt es recht,
alles andere ist schlecht,
Lügen mag der HERR niemals,
auch schon mir schwillt dick der Hals,
wenn ich an die Reden denk'
und ans Osterei Geschenk,
heidnisch stets ist diese Feier,
ebenso die bunten Eier!“.

Einer ruft: „Glaubt ihm Leute,
auch sage ich euch heute,
denn als Pfarrer weiß ich auch,
es ist ein unchristlicher Brauch!“.

Die Marktfrau sehr frohlockte,
weiter Käufer anlockte,
mit dem wahren Eiergesang,
wie sie tat's schon jahrelang.


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März


Kraftvoll steigen die Säfte,
der Winter ist nun vorbei,
Grünes drängt aus Stamm und Ast,
macht sich aus der Enge frei.

Vögel hüpfen munter umher,
singen freudevoll ihr Lied,
künden nun die Frühlingszeit,
der Winter endlich verschied.



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Junge Zeit


Frisch und jung keimt neues Leben
aus winterlichem Frostgemach,
erste Gänseblümchen treiben,
noch hält das Kühle sie in Schach.

Hier und da erheben Tupfer
im grünen Gras den Blütenstand,
sonnen sich in Himmelsstrahlen,
Frühlingslüfte wärmen das Land.



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Voller Frühling


Die Sonne brennt,
durch Schatten tanzen milde Winde,
schaukeln froh der Bäume Haupt,
himmelblau erstrahlt das Leben,
durchdringt der Sinne Tiefe.

In langen Reihen grünen Felder,
auf Blumenweiden grast das Vieh,
Frösche quaken in den Teichen,
gelb erleuchtet fern der Raps.

Gräser setzen an zur Reife,
Käfer krabbeln froh gesinnt
oder schwirren in die Weite
zum roten Mohn, der stolz erhaben
in wundervollen Gärten steht,
dem Frühlingstag ergeben.



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Frühlingswärme


Frühlingsschuhe stolzieren sacht,
bunt ranken Blüten ringsumher,
aus dem Himmel strahlt die Sonne,
drunter wandert ein Wolkenmeer.

Über grüne Felder Weiten
fächelt heiter ein milder Wind,
drängt das Kühle in die Ferne,
wärmende Zeit endlich beginnt.



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Löwenzahnwiesen


Gelbes Leuchten in grünen Wiesen,
es ist Frühling im weiten Land,
in der Ferne sprießen die Eichen,
buntes Blühen am Wegesrand.

Dottergelb erstrahlen die Kleider
vom Löwenzahn im Monat Mai,
und im Wandel einer Weile,
pusten Winde die Samen frei.



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Mairegen


Feuchte
durchstreift den Morgen,
scheu lugt die wärmende Sonne
vereinzelt durch einen Spalt
grau hängender Wolkenschichten,
deren Schleusen freudig
segensreiche Nässe
zur Erde sprühen,

dem duftenden Grün
brillanten Glanz verleihen,
das Leben sichtlich schönen.



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Starenballett im Frühling


Im Norden
tanzen die Stare
im Abenddämmerlicht
scharen sich in Dichte
über Marschen und kleinen Seen
fliegen kunstvoll ihre Reigen
in dunkel traumhafter Manier
schönen so den Frühling
imponieren zauberhaft
beflügelt zum Ballett

bis tierischer Instinkt
die Lüfte leert
sie zur Ruhe sinken.


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Schneeglöckchen


Aus welkem Laub kühler Erde
sprießen weiße Glöckchen hervor,
mehren sich auf ihre Weise,
stehen stolz mit grünen Kleidern
unter dicken kahlen Bäumen,

hoffen auf der Menschen Blicke,
die flanierend voller Staunen
an neuer Pracht vorüber gehn,
ruhende Sinne beleben.



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Trauerweiden im Frühling


Im zarten Grün
sprießender Trauerweiden
verweilen Blicke im Wunderbaren

scheinbar trübsinnig
berühren lange
herabhängende Zweige
inmitten flirrender Strahlen
den von Winden
anmutig gewellten Fluss

tauchen die Zeit
in freudiges Staunen.



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Erwachende Zeit


Pflanzen drängen aus der Erde,
Knospen öffnen sich zu Hauf,
Vögel singen ihre Lieder,
Frühling nimmt nun seinen Lauf.

Hell erscheinen Sonnenstrahlen,
Grün die Farben voller Pracht,
huldvoll geht der Blick nach oben
zu dem, der es sich erdacht.




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Grünende Welt


Auf Feldern grünt
das junge Korn
neugierig in die Welt
atmet hoffnungsvoll
kennt den Lauf der Zeit
der ewigen Wiederkehr.


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Hauch von Frühling


Leicht beschwingt hauchen
milde Lüfte die ruhende Erde
aus Schlummer und Bett,
schmelzen Eis und tauen Starre,
vertreiben winterliches Schweigen,
freudig blicken sonnige Strahlen,
erhellen die Welt mit ihrem Charme,
aus blauer Höhe jubeln Lerchen,
Grünes fängt zu sprießen an,

Blütenaugen in feuchten Moosen
schauen still gespannt umher,
Vogelstimmern ertönen heiter
dem neuen Lenz entgegen.



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Mohnblüte


Regenfeuchte
des neuen Morgens
öffnet elegant Verborgenes
drängt das Rot
meisterhaft
hinaus
ins Licht

formvollendet
stattlich und schön.



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Wetterstimmungen


Regen beladene Wolken
dunkeln den Himmel,
verweilen im Verbund
über der Menschen
Alltäglichkeiten,
trüben die Seelen
im Verborgenen,

doch dann
reißen die Gebilde,
Licht schiebt das Feuchte,
helle Strahlen durchbrechen
die schwebenden Wunder,
Winde fächern und tönen
das Grün des Frühlings,
auch die Gemüter,

lassen den Geist
wieder schwingen.




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Frühling am Meer


Winde sausen
vom Meer getrieben
übermütig hin zum Strand,
schäumen Wellen zu den Dünen,
schrägen Gräser im treibenden Sand.

Möwen segeln
schreiend hernieder,
Wolken türmen sich zu Hauf,
und die Sonne äugt am Himmel,
grüßt des Frühlings munteren Lauf.



up

Frühlingshafte Zeit


Sonnenstrahlen senden Wärme,
Knospen leise sprießen,
Vögel trällern Weisen
in die milden Lüfte.

Farbig wird es rings umher,
Blütendüfte strömen,
Wiesen grünen,
Kühe grasen,
weiße Wolken ziehen.

Kühle Moose unter Bäumen
äugen zu den Veilchen,
die vergnügt am Wege stehn,
ihren Schöpfer preisen.



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Laue Winde künden


Es ruft ein Baum im tiefen Wald:
„Der Frühling kehrt hier ein nun bald,
fühle in mir Drang und Beben,
Säfte steigen zu neuem Leben,
Knospen treiben aus der Enge,
spüre es in voller Länge,
freue mich auf neues Werden,
auf das Grüne hier auf Erden!“

Echos kommen sogleich zurück:
„Wir merken es auch, Stück für Stück!“

Darauf säuselt der laue Wind:
„Ja, ja wirklich, er bald beginnt,
zieht heran von dem fernen Land,
im Gepäck ein farbiges Band,
für des Frühlings bunten Reigen,
zwischen Knospen und den Zweigen!“

Weiter weht der Wind in die Zeit,
kündet vom Frühling weit und breit.



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Maienblüte


Auf grünen Füßen
schreitet hurtig der Mai
erobert Wiesen und Wälder
öffnet leise der Blüten Feine
taucht die Welt in satte Farben
kündet so seine Wiederkehr

ergreift der Sonne
Strahlenschein
um ihn zu
liebkosen.



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Butterblumen


Gelbes Leuchten
auf grünen Wiesen,
Kühe grasen in der Pracht
und hoch droben ziehen Wolken,
Bergen gleich durchs weite Land.

In der Ferne plätschern Wasser
über Fels im alten Bach,
ersehnen auf der
langen Reise
die Blicke
kleiner
gelber
Sterne.



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Einsame Mohnblumen


Trostlose Gerade
von hölzernen
Querbalken
gleichmäßig
unterbrochen
weisen eiserne
Schienen in die
staubige Ferne
doch nahe vor
meinen Augen
erheben sich aus
alten Schottersteinen
rote blühende Wunder
zeigen dem tristen Land
ihren Überlebenswillen.



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Birkengrün


Noch frieren
starre Stämme
in ihrer Birkenhaut

mit steigenden Säften aber
drängen sich aus der Enge
kecke grüne Spitzen
dem Licht der Sonne
gespannt entgegen.



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Frühlingsjubel


Aus zarten Dämmerungen
heraus sehnt sich Neues
in den Tag,
verweilt fröstelnd
im dämpfenden Grund
zwischen Moosen und Flechten
wurmdurchzogener Welke,
aus deren Feuchte
gelbe Waldschlüsselblumen
selbstbewusst erwachsen
und aufsteigende Düfte
sich mit dem Licht der
grell blendenden Sonne
zum Frühling vereinen,

in Augenblicke
eines jubelnden
Morgens tauchen.



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Löwenzahnwandel


Wie sie ragen aus dem Grünen,
stehen strahlend im Wiesengrund,
Blütensterne im gelben Kleide,
verwandeln sich mit jeder Stund'.

Welche Kraft bewirkt den Wandel?
Wohin schwindet die gelbe Pracht?
Wer steckt Schirme in die Kugel?
Wer verzaubert es über Nacht?

Wer schickt laue Frühlingswinde,
pustet Blumen und treibt sie fort,
lässt sie wieder niedersinken
grasgebettet am andren Ort?

Wer legt sie zur Ruhe nieder,
beschließt auch ihre Wiederkehr?
ER wohnt hoch über den Wolken
und verdient für alles die Ehr'.



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Der Winter geht


Sonnenstrahlen
gleiten hernieder
treiben den müden
auf weißen Schuhen
schlürfenden Winter
ins Versteck der Zeit
und neues Grün aus
engen Behausungen

beäugen mit einem Lächeln
erste Schneeglöckchen
des scheidenden
Winters.



up

Des Frühlings Morgen


Es graut der Morgen
die Nacht erhellt
sonnige Balken
erstrahlen aus
den Wipfeln
fallen auf
Matten
moosiger
kleiner Sterne
sehnen sich nach
der blumigen Flur
am Waldesrand
dessen Gründe
letzte Spuren
des Winters
verbergen.



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Maienfreuden


Aus dem Grase drängt sich Leben
lacht der Sonne froh ins Gesicht
kleine Schnäbel trillern Weisen
beäugen das Vergissmeinnicht

kleine Wesen surren munter
Käfer krabbeln im alten Laub
Regentropfen fallen nieder
vermengen mit dem Erdenstaub

kleine bunte Flügel zieren
Maienlüfte heben sie sacht
Blumendüfte locken zärtlich
vom Schöpfer alles so gemacht.



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Lilien am Wasser


Es schmückt die Lilie
den Wasserlauf
schwärmt von den
zarten Winden
neigt galant
ihr Haupt
hinunter
in die
Kühle

entdeckt dabei
ihr Spiegelbild
ein Wunder für
die Schöne.



up

Des Maien Wunder


Bunt wie ein Clown
ist das Gesicht
des Frühlings

lacht sich in
sehnende
Herzen
und
haucht
seinen Atem
Wunder beladen
aus dem Verborgenen
in bunte selbstbewusste
begehrliche Schönheiten
die schweigend
ihren Charme
entfalten.



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Frühe Wunder


Langsam taut
des Winters Hülle
weiße Glöckchen
drängen ans Licht
Winde säuseln
Wolken eilen

des Frühlings
Lüfte nahen

aus der Tiefe treiben Blüten
bunte Wunder reich an Zahl
und das Leben flüstert leise
verweilt im feuchten Grase.



up

Frühlingsfreuden


Laue Winde
wiegen Narzissen
durch des Frühlings
Sonnenschein

über Wiesen
gaukeln gelassen
Schmetterlinge

berühren
küssen
gelbe Mähnen

die vom
frischen
Löwenzahn.



up

Landspaziergang


Sonnenstrahlen
durchstreifen
den Morgen
schlängeln sich
durchs weite Feld
beugen Gelbes
in den Winden
der Bauersmann
sein Land bestellt.

Schattenkühle
liegt auf Wegen
Vögel zwitschern
im Grünen Hain
feste Schritte
frohe Sinne
laden zum
Spazieren ein.



up

Belebte Sinne


Frisches Grün
durchdringt
die Augen
Seelen
tauchen
in neuen Glanz
Sinne erwachen
im Rausch der Wonne
erleben des Frühlings
Werden.


up


Kastanienblüte


Kerzen stehen
im frischen Grün
winden sich in Lüften
wenn die Blüte
dann erbracht
schweben
kleine Wunder
nicken noch
ein letztes Mal
bevor Schlingen
der Vergänglichkeit
sie umgarnen.



up

Grünes Werden


Aus der Starre
drängt sich Leben
Grünes faltet
sich empor
Säfte steigen
füllen Spitzen
Vögel singen
trillern Weisen
Lüfte künden
neues Werden.



up

Frühlingszauber


Wenn die Zeit
der Farben ruft
quillt hervor
ein Staunen
wie auf Flügeln
wundersam
schwebt heran
ein Zauber.



up

Frühlingszeit


Die Sonnenstrahlen drängen
Knospen aus geheimer Gruft
man hört sie leise singen
beseelt von dem Blütenduft
von lauen milden Lüften
und freudigem Vogelsang
vom kühlen Moos in Auen
so innig und stundenlang.



up

Flieder


Düfte
steigen
aus den Blüten
sinnberauschend
ihr Bouquet
hauchen leise
voller Eifer
ihre Wunder
aus dem Schönen
winden sich durch
grüne Blätter
und dem vollen
Lila, Weiß, Rosé.



up

Frühlingsdrang


Auf leisen Sohlen
Schleicht er
Zeigt verhalten
Sein Gesicht
Höhnt mit
Lauen Lüften
Spürt in sich
Ein Drängen
Haucht Atem
In das Weiß
Treibt es sanft
Von dannen
Fließend ins
Weite Land.



up

Mohnblumenzeit


Sieh
Wie sie glühen
Die Wundersamen
Mohngekrönte
Im Sonnenschein
Wie sie recken
Ihre Köpfe
Rotgekleidete
Im grün‘ Gewand
Wie sie zeigen
Ihre Schönheit
Begehrenswerte
Dieser Zeit.



up

Tulpenpracht


Elegant
im Frühlingskleide
stehen dichtgedrängt
all die vielen Schönen
zieren auf grüner Wade
Tulpenfelder
in endloser Weite.



up

Frühlingshauch


Langsam
schleicht er sich
aus seinem Schlaf,
drängt neues Werden
in den Zeitenlauf,
haucht Wärme
in die Starre.

Kleine Spitzen
beäugen die Welt,
lassen alles grünen.




up

Pusteblumen im Mai


Im Maien
stehen kugelrund
Samenkinder Spalier,
Pusteblumen auf Wiesengrund,
Augenweide und Zier.

Laue Winde wehen leise,
Schirme öffnen sich zu Hauf,
schweben über weite Auen,
der Maienflug nimmt seinen Lauf,
lässt sie treiben mit den Lüften,
keiner kennt der Samen Bahn,
doch sie werden neu erblühen,
irgendwo als Löwenzahn.