89 Gedichte über den Sommer




Sturmtag im September Neu


Wie angeknipst erscheint die Sonne
durch ein Loch dunkler Wolken,
beleuchtet das grüne Blattwerk
des späten Sommers
unterseitig silbergrünhell
durch Böen stürmenden Windes,

es in eine Richtung drängt,
ihm Blätter raubt,

der Tageszeit eine
besondere Note verleiht.



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Urzeitliches Land Neu

Dartmoor/England

Stein auf Stein,
fast wie von Menschenhand gestaltet
erblicken Augen bergige Hügellandschaften,
von urigen Wassern umgarnt,
deren steiniges Geröll
das Urzeitliche
ins Blickfeld rückt,

Moose in Feuchtigkeit schwelgen lässt,
Sinne belebt, weil die Fauna des Landes
dazu unwiderstehlich anregt,
den Geheimnissen alter Zeiten
in fallenden Wassern zu lauschen,

der menschlichen Natur
Nahrung zum Nachdenken verleiht.


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Lichtmomente Neu


Silbern wandeln Sonnenstrahlen,
tauchen anmutig ins wellende Nass,
verfangen sich unter dunklen Wolken,
die weiterziehen,
bis leuchtende Helligkeit
diese Momente
zu etwas Besonderem macht,
den Tag des Sommers
mit Nuancen füllt.



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Himmlische Röte Neu


Glühend ist der Horizont,
ins Meer glimmt der Strahlenschein,
Wolken wandeln in dem Glanz,
poetisch des Abends Sein.

Mit den Wellen glänzen sie,
Farben vom himmlischen Zelt,
gleiten schäumend an den Strand,
wie schön ist doch hier die Welt.



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Sommermorgen Neu


In Hitze glänzt der Morgen,
ins Auge dringt helles Licht,
mild weht des Windes Eile,
wiegt Ähren, soweit die Sicht.

Im Korn stehn feine Blüten
mit blaugefiedertem Hut,
daneben rot behütet,
Blumenpracht in Sommerglut.

Auf Wassern funkelt Helle,
Heu duftet über das Land,
es wechseln Licht und Schatten,
die Zeit ist dafür bekannt.



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Regenschnüre Neu


Vom Himmel fallen senkrecht
Regenschnüre dicht gereiht,
ein Schauspiel für Minuten,
dann ist die Sonne bereit.

Durch Wolken lugt sie langsam,
man sieht schon strahlen das Licht,
mild ist die Luft des Sommers,
erwähnt vom Wetterbericht.



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Gewitterfront Neu


Blitze hellen, Donner rollen
in die tiefe Nacht hinein,
und in Betten liegen Leiber
angstverschreckt vom hellen Schein.

Krachend stockt ein Blitz den Atem,
Grummeln folgt ihm auf den Fuß,
das Gewitter zieht schnell weiter,
andere noch erschrecken muss.



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Schwalbenruhe Neu


Auf langer Leine saßen Schwalben,
ruhten gemütlich vor sich hin,
schöne Momente für die Alben,
Betrachter hatte eins im Sinn,

Bilderreigen stattlicher Vöglein,
posierten von vorn und Seite,
äugten anmutig zur Linse rein,
flohen blitzschnell dann ins Weite.



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Sommerkühle Neu


Grau sind des Himmels Wolken,
Winde wehen stürmisch heran,
kein Sonnenstrahl wird sichtbar,
Das Atlantiktief fängt an.

Schräg fallen Regentropfen,
mehren sich, werden zu Eis,
es hagelt in den Alltag,
Menschen flüchten, jammern leis.

Wohin man sieht, es liegen
weiße Körner im Verbund,
es ist Juni und Sommer,
ein Tag in der Mittagsstund'.



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Sommergefühle


Grau sind himmlische Gefilde,
die Sonne schlummert noch im Schlaf,
der Alltag geht ganz gemächlich,
hinterm Maisfeld blökt ein Schaf.

Vom Regen noch feucht sind Blätter,
erglänzen im kommenden Licht,
der Tag wird munter vom Winde,
das Graue der Wolken zerbricht.

So hält die Zeit noch den Sommer
in seiner schönen Blütenpracht,
Vogelstimmen musizieren,
das Herz spürt, wie Inneres lacht.



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Berggewitter


An den Hängen wurzeln Wälder,
Schatten reichen bis hin zum See,
hoch am Himmel ziehen Wolken
über des Lebens Leid und Weh'.

Hörbar ist ein leichtes Rauschen,
ungestümer wird dessen Laut,
drängt sich durch des Tales Sohle,
ein jeder gleich nach oben schaut.

Aus der Höhe treiben Wetter,
recht schauerlich des Tages Licht,
Blitze Zucken, Donner rollen,
Regenschnüre trüben die Sicht.



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Letzte Sommertage


Ein wenig traurig wirkt die Zeit,
so, als wären die Tage gezählt,
letzte wärmende Umarmungen vom
ewigen Licht des Himmels,

zauberhafte Momente,
als würden glänzende Blätter
Lichtzeichen geben,
dem Kommenden
zuzwinkern.



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Augustsonne


Heiß brennt die Sonne nieder
auf die Menschenstöhnerei,
ersehnen sich die Kühle
ohne all die Schwitzerei.

Wolkenlos ist der Himmel
und strahlt über's ganze Land,
sehr sommerlich das Wetter,
so mancher liegt faul am Strand.

Lässt sich noch recht verwöhnen,
genießt die wärmende Zeit,
Erholung von dem Alltag,
für Mühen wieder bereit.



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Schwalbenflug


Noch segeln Schwalben wendig geschwind
durch des milden Sommers Lüfte,
erobern kleinste Wesen im Flug
über Dächern und in Höhen,
kurven galant durch Sonne und Wind,
brüten, sorgen und hegen
ihre kleine Vogelschar
in Scheunen und Gewölben,
bis zur Reise in den Süden,

wissen um die Wiederkehr
im neuen Frühling.



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Sommerlicher Wechsel


Noch grau des Himmels Gefilde,
regsam flieht die Sonne vom Schlaf,
der Alltag geht ganz gemächlich,
in der Ferne blökt laut ein Schaf.

Vom Regen feucht sind Blätter,
kleinste Perlen glänzen im Licht,
der Tag wird munter vom Winde,
das Graue der Wolken zerbricht.

So hält gern die Zeit den Sommer
in berauschender schöner Pracht,
Vogelstimmen musizieren,
mit Frohsinn das Leben bedacht.



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Abendliche Strahlen


Es strahlt die Sonne im Abendschein,
Wolken werden golden schön,
zeigen sich wie eine Braut
im Tüllenweiß gefangen,
bauschen auf ihr Hochzeitskleid
in abendlichen Gluten.



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Sommer zieht ein


Mit nassen Schuhen wandert er,
der Sommer durchs weite Land,
sieht seine Spuren überall,
erahnt schon den Sonnenstand.

Streut aus Körben bunte Blüten,
lockt aus Wolken Licht hervor,
Sonnenhelle füllt den Himmel,
des Sommers Zeit steht bevor.



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Endende Sommerspuren


Alt schon ist der Sommer geworden,
vertrocknet so manches Blatt,
blass fallen Blüten zur Erde,
kein Sprießen findet mehr statt.

Der Blumen Schönheit verödet,
ein Raunen hört man im Wind,
denn nichts im Leben kann bleiben,
so des Daseins Regeln sind.



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Rote Blütenpracht


Stolz stehen sie in der Sonne,
Mohnblüten in voller Pracht,
stets wiederkehrende Wunder
mit roter Robe bedacht.

Geschaffen von einem Meister,
göttlich vollkommen er's tut,
lässt Menschen in Farbe sehen,
ein sehr wertes hohes Gut.

So wird ein Garten zur Freude,
mannigfaltig und sehr bunt,
Gefühle rühren die Seele,
bis hin in die Abendstund.



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Nasse Momente


Dunkler Himmel noch am Tage,
fernes Grummeln schon ringsumher,
mit den Winden peitscht der Regen,
schräg seine Lage mehr und mehr.

An die Scheiben prasseln Perlen,
stets nach unten ist ihr Lauf,
musterhaft und schön der Anblick,
die Nässe nimmt man so in Kauf.



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Rosenliebe


In Rosenduft gefangen
schlendern wir zu zweit
es wehen laue Winde
der Abend ist nicht weit.

So kehrt die Liebe leise
in sehnende Herzen ein
der Rosen Blüten fallen
im hellen Mondenschein.



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Früher Sommerabend


Langsam geht der Tag zur Neige,
lau ist noch die Abendluft,
Wolken schweben mit dem Winde,
Gräser stehen satt im Duft.

Ruhig fließt der Fluss zum Städtchen,
abendlich wird schon das Licht,
Vögel sammeln sich in Bäumen,
spiegelvoll des Wassers Sicht.



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Regentage


Schwer hängen des Himmels Wolken,
in Trübe versunken das Land,
es regnet schon viele Stunden,
Wasser steht bis zum Bordsteinrand.

Sommermilde weilt in Lüften,
Vögel erwarten im Geäst,
dass die Sonne bald erscheine
und die Feuchte verschwinden lässt.

Müde wirkt das ganze Leben,
Gemüter sehen zum Fenster raus,
Tropfen zieren grüne Blätter,
bald sieht' s auch wieder anders aus.



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Natürlicher Wechsel


Am Wiesenhang wird es stiller,
die Sonne brannte heiß am Tag,
würdig öffneten sich Blüten
voller Liebreiz, wie's jede mag.

Wolken ziehen, Schatten neigen
schweigend sich in den Abendlauf,
ziehen mit den lauen Lüften
über Freies den Berg hinauf.

Leuchtend wird des Hanges Spitze,
rot erglüht das ewige Rund,
Dunkel folgt die Nacht dem Schönen,
alles ruht bis zur Morgenstund'.



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Nach Regen folgt Sonne


Es ist Sommer,
warmer Regen hält den Tag gefangen,
ausladender Wuchs erobert die Zeit,
bedrängt stolze hohe Gräser,
die von der Nässe
ein wenig geneigt
ihren Stand zu halten wissen,
bis durchdringende helle Strahlen
den wiederkehrenden Kreislauf der Natur
lautlos in aufsteigende Dämpfe verwandeln,
den Sieg der Sonne sichtbar machen.



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Meereswellen


Tosende Wellen schäumender Wildheit
bersten, fließen mit elementarer Gewalt
in Spalten zerklüfteter Felsen,
vereinen ihren Übermut mit Schwestern
des fauchenden weiten Meeres,
prallen drängend im Dunst der Gischt
hinab zu den Muschelfeldern,
spülen weitläufig ihre Spuren
hin zum Strand,
versiegen,

erleben klangvolles Vergehen
im Kreislauf der Natur.



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Vogelpracht


Kunstvoll tanzen, schwingen Farben,
Vögel sind's in ihrer Pracht,
lautlos schnellen zarte Flügel,
alles hat sich Gott erdacht.

Farbenfroh sind seine Werke,
uns zur Freude und Genuss,
stets ein Ausdruck seiner Liebe,
fortwährend im Zeitenfluss.



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Haufenwolken


Schönwetterwolken türmen sich bedrohlich
zu bauschigen fantasievollen Himmelsgestalten,
wie Blumenkohlköpfe wandeln sie behäbig
im Verbund aufsteigender feuchter Lüfte,
winden kleinste Wassertropfen zu
schattigen Grundtönen in tiefer
liegenden wolkigen Grenzen,
die auf kommende Gewitter
des Sommers hinweisen,

Spannungen des Tages
erfrischend zu entladen.



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Tagesanbruch


In Himmelsferne
beeilen sich ziehende Nachtwolken
dem ersten Schummer zu entkommen,
der im kühlen Morgendunst brillante
malerische Augenblicke zaubert,
Stände dunkel erhabener Binsen mit
Spiegelbildern den ruhenden See an Ufern füllt,
sich mit Strahlen der ewig Glühenden
in majestätischer Anmut vereint.



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Dauerregen


Triefnass hängt das Grün
von Bindfäden des Himmels
glanzvoll gereinigt an Bäumen,
schönen den dauernden Regen,
verleihen dem Tag eine besondere Note.



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Es naht des Sommers Ende


Sachte kommt des Sommers Ende,
die Lüfte werden langsam kühl,
welke Blätter fallen leise
auf Wiesen und Außengestühl.

Nebeldunst erfüllt den Morgen,
feuchte Düfte steigen empor,
schweben in die Brombeerhecken,
Früchte drängen rotschwarz hervor.

Sonnenstrahlen gleiten nieder,
erwärmen noch einmal die Zeit,
aus der Ferne treiben Wolken,
erwachter Herbst macht sich bereit.



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Urlaubsfreuden


Braun gebrannt und fern der Heimat
liegen sie am Sonnenstrand,
schauen auf das Wellentreiben,
mit 'nem Cocktail in der Hand.

Liegen still auf ihren Stühlen,
gleich daneben viele mehr,
zwischendurch laufen die Leute,
alle wollen sein am Meer.

Füße waten durch das Wasser,
Wogen schäumen pausenlos,
auch ein Hund hat sein Vergnügen,
legt erschöpft sich auf den Schoß.

Heiß hernieder brennt die Sonne
im erwählten Paradies,
für paar Tage oder Wochen
sie der Alltag so verließ.



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Sommerliche Eisschleier


Silbern bläulich
schimmern eisige Schleier
von der Grenze des Weltalls
auf rötliche Facetten
sommerlicher Nachtkulisse
in den Schattenbereich irdischer Ruhe

leuchtende Helle
aus der Wiege des Himmels.


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Morgenrot am Strand


Noch verschlafen wirkt der Strand
im glühenden Morgenrot,
dessen Schein sich im Wellengang
des Meeres munter räkelt,

langsam in den Dünensand gleitet,
wiegende Gräser Verbeugungen vollführen
im ständigen Bestreben,
ihn ein wenig zu halten,
bevor Meeresstürme
ihn weiter treiben.



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Finnischer Zauber


Wenn
harmonisch zusammengefügt
grüne Wälder und blaue Seen
durch ursprüngliche Schluchten
gischtige Wasser toben,
Sonnenuntergänge die Herzen beflügeln,
sich rötlichgelb in Seen spiegeln,
Gefühle die Seele berühren,
dann ist es finnischer Zauber.

Wenn
Mückeninvasionen im Sommer plagen
und stille Wasser durchstreifen,
berauschende Farbenpracht des
Herbstes die Wälder verwandelt,
flammende Nordlichter das
veränderbare Sein begleiten,
kalt violette Polarnächte die
weiße Winterpracht beleuchten,
warmes Licht in Häusern erscheint,
dann ist es finnischer Zauber.

Wenn
erhaben die Elche durch weite
urige Wälder stolzieren,
Rentiere ihr Revier erkunden
und Wölfe den Mond beheulen,
schwermütiger, finnischer Tango
in gemächlich wiegender Weise
die Menschen beseelt,
vom Alltag befreit und alte
gewachsene Traditionen blühen,
dann ist es finnischer Zauber
im hohen Norden.




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Hochwasser


Seit Stunden nässt der Himmel,
Pegel steigen ringsumher,
auf Straßen steht das Wasser,
normal der Alltag nicht mehr.

In Häuser drängen Fluten,
auch Säcke geben nicht Halt,
es brodelt aus den Schächten,
Boote retten Jung und Alt.

Güter treiben in Flüssen,
Bäche weiten ihren Lauf,
sorgenvoll leben Menschen,
schauen bang zu Wolken auf.

Es gießt weiter in Strömen,
Wellen brausen ungezähmt
verheerend durch die Gassen,
das Leben angstvoll gelähmt.

Wehren pumpen schon Stunden,
Deiche brechen, fluten Land
bis zu der Bäume Kronen,
Hochwasser mit höchstem Stand.



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Sommerzeit am Fluss


Müde löscht der Tag sein Licht,
an Ufern säuseln Weiden
wehmutsvoll ihr Abendlied,
dass sie vom Tag nun scheiden.

Schwarze Wolken ziehn herbei,
die Nacht schenkt Leben Ruh',
verhalten flüstern Lüfte,
der Mond schaut lächelnd zu.



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Vorsommer


Der Mais steckt seine Spitzen
schon grün aus dem Ackergrund,
bis in die Weite sichtbar,
dazwischen tollt Nachbars Hund.

Wolken ziehen würdevoll,
lassen Sonnenstrahlen Raum,
Schatten gleiten im Wechsel
still hin zu des Himmels Saum.



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Kunst

(Haiku)

Sonnenblumenpracht
Sommerende eilt herbei
zeigt Schöpfungswerke


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Sommerliche Idylle


In Reife steht die Ernte schon,
Winde wiegen der Ähren Pracht
behutsam über die Weiten,
auf ihren Erhalt sehr bedacht.

Es drängen sich feinste Blüten
zu dem ewigen Sonnenlicht,
in roten und blauen Kleidern,
bis der Abend die Sonne bricht.

Wolken ziehen still am Himmel,
sehen auf die Gaben der Zeit,
Vögel trillern ihre Lieder,
Sommeridylle weit und breit.



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Rundballen aus Stroh


Leer sind nun die Felder,
Stoppeln zieren das Land
und ganz dicke Ballen,
keine von Menschenhand.

Es fahren Maschinen
immer geradeaus,
binden, legen Rollen,
Bauer schaut nur hinaus,
ob die Spuren gerade,
und Korn nicht stehen bleibt
unter weißen Wolken,
die der Wind eifrig treibt.



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Aus wolkiger Sicht


Wolken ziehen farbenschön
geschichtet in die Weiten,
wie in Aquarell getaucht,
sichtbar in allen Breiten,

schweben unterm Himmelblau,
wenn die Sommersonne steht,
zur Mittagszeit erhaben,
gezielt zum Abend dreht,

über Wiesen, bunte Felder,
aus denen Gräser ragen
mit zarten Wurzelfüßen,
sich auch ins Wasser wagen,

spüren schaukelnde Wellen
vom gleitenden Schwanenpaar,
das sich liebend gebärdet,
eine Schöpfung wunderbar,

Wolken streifen sorgenfrei
in unbestimmter Lage,
feuchten gern das Erdenrund,
zum Wohl der Menschen Tage.



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Tosende Nässe


In die Tiefe
gleiten Blicke
erreichen Felsen
enge urige Spalten

tobende Wasser
elementarer
Gewalten
tauchen
donnern
brodeln
haltlos
ins Tal

kühlen
die Hitze
des Sommers.



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Landweg


Geprägte Spuren auf sandigem Pfad
weisen die Richtung,

uralte Steine säumen den Verlauf,
Birken stehen von Winden zerzaust
fest verwurzelt Spalier,
neigen sich bewundernd
geöffneten Blütendolden zu,
die mit würzigem Wohlgeruch
den Sommer beglücken,
Zeiten zieren,

es staubt,
Pferde ziehen die schaukelnde Kutsche,
Erlebnisse geben den Tourenden
realen Einblick ins Vergangene.




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Kirschenernte


Kirschen hängen voll in Reife,
freudig hüpfen Vögel umher,
picken in die süßen Früchte,
speisen oben die Bäume leer.

Tragen Beute auch von dannen,
füttern eifrig die junge Brut,
unterm Baum da naschen Kinder,
vor Entdeckern stets auf der Hut.

Pralle Kirschen sind 'ne Wonne,
sehr begehrlich in roter Pracht,
kommen alle Jahre wieder,
vom Schöpfer alles so erdacht.



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Wollgras-Wiese


Kleine Bäuschchen wunderweiß
schmücken bis in die Ferne
sommerlichen Wiesengrund
wie helle kleine Sterne.

Wolken schweben sacht herbei,
türmen sich ins Blau empor,
laue Winde schrägen zart
das wollige Gras im Moor.



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Himmelsglut am Meer


Blicke treiben
über den weißen Sand,
hin zu den schäumenden Wellen,
die übermütig drängend in ständig
neuen Formationen den Strand feuchten,
dem wallenden Meer spielerisch entkommen,

sich mit beflügelten Gedanken einen,
über aufbäumende Wogen ziehen,
hin zur farbenreichen Sonnenglut
am leuchtend flammenden Firmament,
um für Momente Überwältigendes zu erleben,
der Sinne Tiefe zu entschleiern.




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Sommer Morgen


Strahlend blauer milder Morgen,
träumerisch noch ruht das Leben
von Eile und Alltagssorgen,
Unrast und ständigem Streben.

Vögel hüpfen in den Bäumen,
Ameisen gehen ihren Gang,
Nachbars Katze schleicht durch Büsche,
Schwalben segeln am Haus entlang.

Angenehm fluten die Sinne,
Schmetterlinge flattern umher,
öffnen galant ihre Flügel,
brillieren fein im Blütenmeer.

Kleine Fliegen tanzen munter,
weiden sich im Sonnenschein,
dicke Hummeln summen rege,
berauschen sich im wilden Wein.

Es ist Sommer in der Frühe,
vom Walde her ein Bächlein rinnt,
Ähren knistern im Getreide,
der Tag nun seinen Lauf beginnt.



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Regenguss


Aus grauen Wolken,
von Winden gepeitscht,
prasseln dichtgedrängte
himmlische Schnüre auf den Asphalt,
die als springende Regentropfen
Straßen kunstvoll zieren,

entlang geformter Rinnen
sich ungestüm fließend vereinen,
gnadenlos dem Sturz
in den dunklen Abgrund ausgeliefert,
im Rohrgeflecht der Tiefe
erst langsam wieder
zur Ruhe kommen.




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Düstere Stimmung


Als der Morgen
zu grauen begann,
errötete das Morgenlicht,
erwachte aus dem Schlummer
einer warmen sommerlichen Nacht,
sah einen düsteren Tagesanbruch
mit verhangenen Wolken,
die fast leidend der Welt
zu zeigen schienen,
wie ein Zwielicht
am Tagesgrund
die Stimmung
trüben kann,
Schönes verhüllen.



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Zeitvertreib


Das Warten
an der Haltestelle
neben der Straßenlaterne
vermochten flatternde,
sirrende Insekten
zu mindern,
indem sie
die Blicke der
Anwesenden nutzten,
ihr instinktives Gehabe
der abendlichen Zeit in
tänzerischer Weise
zu zeigen.



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Regen und Sonne


Auf Blattes Grün
formt sich Regen
spiegelt die Welt
in neuer Pracht
bis die Sonne
sie erobert
und der Nässe
den Garaus macht.

Rasch vergehen
Wundertropfen
fügen still sich
in ihren Lauf
Strahlen haben
ihr Vergnügen
Dünste steigen
zum Himmel auf.



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Abend am Fluss


Abendröte ziert den Himmel,
trunken schon der Sonne Licht,
müde treibt der Fluss die Wellen
vorbei an wildem Uferwuchs,
wo die Entenpaare weilen,
Grillensänger laut ertönen,
Mücken ihre Reigen tanzen.

In der Ferne sinken Gluten,
spiegeln sich im Wasserlauf.



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Sommerschwüle


Gewitterschwer lauern Stunden
erlahmen das Sein
mengen weilende Schwüle
in Schichten des Lebens

bis
drohende Fronten
unbändige Aufwinde entfachen
Landstriche erstürmen
blitzende Helle und Donnergrollen
ihr schauriges Können zeigen
des Himmels Schwere entleeren

Spannungen verblühen
und erdige feuchte Düfte
das Atmen
wieder erleichtern.



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Morgendlicher August


Glitzernd schlängelt sich ein
breit verwobenes Perlenband
durch saftige grünende Wiesen
spendet dem Tagesanbruch
am Grund der Feuchte
strahlenden Glanz
schönt die Zeit
im Morgentau
des Sommers.



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Regentropfen


Perlenartige Wunder
spiegeln das Leben
in Feinheit wider

Wasserspuren
des Vergänglichen
schmücken die Welt.



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Wolkenstimmung


Vom Sand der Dünen
wandern Blicke hinauf
zu weißen luftigen Gebilden
stimmungsvollen Bergen

deren Wandel
kindliche Fantasien auslösen
wolkige Gestalten
die behutsam und still
an blauer Bordüre
des Himmels
in die Ferne gleiten

entdecken wie
vom glitzernden
wellenden Meer
feine Nebel aufsteigen
und dunkle Dichte wieder
Brillanten zurück
in die Tiefe vergießt
mit schäumenden
Wasserkronen vereint.



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Lavendelblüte


Blüten wiegen in die Weite,
Wolken ziehen leis' dahin,
Bienen summen ihre Weisen
sommerschön das Blumenmeer.

Düfte steigen mit den Winden,
tauchen ein ins Wogenspiel,
flirren wie mit Sonnensegeln
traumverloren durch Lüfte.

Augen blicken auf Lavendel,
baden zart im Violett,
Sonnenstrahlen flimmern nieder
auf die wundervolle Zeit.



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Abendzeit


Abendstunde im September,
Birkenblätter fallen sacht,
die schon trocken an den Stämmen,
farbenfroh vom Herbst bedacht.

Windstill fast, doch aus der Ferne
rauscht herbei der Reifenschall,
von den Autos, die da fahren,
und es singt die Nachtigall.



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Abenddämmerung


Wenn Tag und Nacht sich sanft berühren,
Nebelschleier Konturen verwischen,
Dämmerlicht die Sicht erschwert,
Alltagsgeräusche verstummen,
Amseln auf Dachfirsten singen,
Kühle des Tages sich
ins Ende schmiegt,

dann hat der Abend
seinen Platz gefunden.



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Roggenreife


Dort,
wo der Himmel
die Erde berührt
enden die Weiten
goldenen Segens,

entwehen Wolken
gelben Blütenstaubes
dem wogenden Meer
reifer Roggenähren,
deren lange Grannen
in Winden schaukeln,
sich vor dem Liebreiz
malerischer Blumen
galant verneigen,
ihrer Schönheit
bewundernd
erlegen sind.


roggen


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Sommerwechsel


Das Jahr vergeht,
es wird September,
Blüten erliegen ihrer Pracht,

Welke nagt bis zu den Gründen,
gilbes Blattwerk weilt gelassen,
kennt den Wechsel,
spürt die Zeit,
sinkt ergeben
in die Tiefe
modriger Spuren,
die duftvoll
das Schweigen durchziehen,
verborgen in Gespinsten
der weichenden Nacht.

Morgentau legt sich hernieder,
tröpfelt ins braunende
Vergehen.



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Sonnenblumen


Gelbe Sonnen schmücken
die scheidende Zeit
des Sommers,
heben ergeben
ihre Häupter
in die Strahlen des
ewigen Lichts,
das unaufhörlich
seinem Auftrag
nachkommt,

Leben zu
ermöglichen.



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Sommerglühen


Die baldige Hitze nicht ahnend
begann die traummüde Nacht
das Grau des Morgens
die Stimmen der Frühe
taumelig zu erhaschen

tauchte vertrauensvoll
ins zeitliche Verschwinden
um die Wiederkehr
nicht besorgt

vernahm nicht mehr
das neue berauschende Licht
erglühender Strahlen
die des Alltags Schnelle
zu dämpften versuchten
das sommerliche Leben
dieses Tages veränderten.



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Erdbeerzeit


Wenn der Blick
auf rote Köstlichkeiten
Begehrlichkeit verursacht
Gaumensäfte sich mehren
und Hinwendung erfolgt
dann haben Beeren
die Erde erobert
und Herzen
erfreut.



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Wellenstrand


Es peitscht das Meer
in seiner Fülle
hebt sich
schäumend
in den Wind

Wellen stürzen
drängen vorwärts
übermütig hin
zum Strand

verlieren
sich im
Sande.



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Spinnenleben


Nebel dämpfen
der Sonne Strahl
Grünes wird nun
so langsam fahl

kleine Wunder
spinnen leise
Wohnungen auf
ihre Weise

warten hoffend
auf großen Fang
so wirken sie
ihr Leben lang

verspeisen dann
das gute Stück
drehen es hin
vor und zurück

spinnen weiter
dann mit Mühe
für die Beute
in der Frühe.



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Der Sommer geht


Zum Wechsel
neigt der Sommer
streicht Blütenbuntes
aus seinem Sortiment
ergibt sich ins Welken
weilt in der Wehmut
schönerer Zeiten
und lässt sich
von kühlen
Winden

erschöpft
ins Sterben fallen.



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Sommerliche Nacht


Fast regungslos
müht sich die Erde
ihre Ruhe zu bewahren
beim Anblick besternter
unergründlicher
nächtlicher
Wunder

Sehnen
erzeugt
das sich im
müden Schweigen
der Bäume Wipfel verfängt
verträumte zarte Weisen
in die Kühle haucht
so im Charme
der Nacht
verweilt.



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Regenwunder


Vergangen
der Wolken Schwärze
blauweiß das Firmament
und auf niederen Halmen
spiegeln kleine Tropfen
gläserner Wunder
die Welt in sich
wider.



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Magie des Morgens


Selbstbewußt
zeigt sich der Morgen
schiebt die Nacht
aus ihrer Bahn
Morgennebel
schwebend
steigen

Wolken
sehnen sich
nach frischem Duft
und rötlicher Magie.



up

Schmetterlinge


Flügel schlagend
auf Blüten schwebend
entfalten bunte Wunderlinge
kunstvoll ihr Flügelkleid
saugen süßen Trank
aus wilden Blumen
beleben leise
ihr Dasein

offenbaren
faszinierende
farbenprächtige
kleine Geheimnisse
sommerlicher Schönheit.



up

Blütenpracht


Blumen blühen
Farben leuchten
rühren das Herz
bis auf den Grund
wie auf Flügeln
schwebt die Seele
traumversunken
zur Mittagsstund.



up

Morgentau


Im Schoß
der Blätter
nächtigt er
tummelt sich
in den Morgen
grüßt noch schnell
den Sonnenschein
bevor sein Dasein
schwindet.



up

Abendglut


Sonnenglühen
über den Bergen

Schatten wandern
im sinkenden Licht
spiegeln den Abend
ins Wunderreich
stiller Wasser

Nebelbilder
erobern lautlos
die Nacht.



up

Rosenzeit


Düfte umgarnen
der Sinne Mitte
lassen sie tanzen

im Schmuck
sommerlicher Blütenwunder
stillt ein leiser Zauber
der Liebe Begehren
taucht in die Zeit
der Rosen.



up

Sonnenglitzer


Wie eine Braut schreitet
morgendlicher Glanz
über das weite Meer
schaukelt Brillanten
im Wiegeschritt
durch Wellen
funkelnde
Schleier
erheben sich
entlang Stegen
erobern kühlen Sand.




up

Hitzewelle


Die Sonne brennt
es glüht das Land
flirrend am Horizont
grüßt der Sommer
gastiert vergnügt
unterm Himmel Blau

Menschen aber
müde stöhnen
wissen von der
Hitze Macht
und im Schatten
kühler Nässe
weilen blass des
Lebens Triebe.



up

Unwetter


Schwerer Regen
peitscht hernieder
dunkle Wolken
ziehen einher
in den Straßen
eilen Wasser
dehnen aus sich
mehr und mehr

hasten stürmisch
weiter vorwärts
türmen auf was
keinen Halt
drängen sich ins
Menschenleben
beängstigende
Urgewalt.



up

Abendlicht


Der Abend
neigt sich
zur Ruhe

wandelnde
Sonnenstrahlen
perlen leise
spiegeln
tauchen
berühren
das Nass

schmücken
im roten Licht
des Tages Ende.



up

Wiesengras


Winde stürmen
Schönheiten neigen
im Wolkendunkel
verhalten stolz
ihre Häupter
warten
geduldig
auf das
Wunder
neuer
Höhe.



up

Kleine Schönheiten


Schmetterlinge
im Sonntagskleid
schweben durch die Lüfte
weilen zwischen grünem Gras
und der Blumen Düfte
äugen zu den Käferlein
den so kleinen Schönen
und der helle Sonnenschein
wird sie gern verwöhnen.



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Der Abend naht


Wolken ziehen
und es dunkelt
müde wirkt
des Himmels Blau

Augenpaare
sehen Schönes
und die Nacht
zieht leis herbei

Filigran zeigt
sich im Wasser
spiegelt Gleiches
in die Zeit.



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Wollgras


Aus Wassern
moorigen Zaubers
ragen erhaben
weiße pinselartige
bizarre Gebilde,
wiegen sich in Winden,
säuseln ihre Lieder
melancholisch in die Stille,
verharren in Schönheiten
einer erdigen Welt.


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Abschiedsküsse


Leise
fallen Küsse
vom Horizont
ins Meer

taumeln
berühren das
flammende Licht
abendlicher Sonne

verfangen
sich im Rot der
Wiederkehrenden
der Ewigen.



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Entwurzelt


Bizarr
gefallen

sterbendes Holz
erkennt schwimmend
die Vergänglichkeit
spiegelgleich in
harrenden
Wassern

bemerkt
an Ufern
versenkte
Schattenbilder
Vertrauter.



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Blaubeerpflücker


Blauer Mund und junge Hände
zogen durch den Blaubeerhain,
pflückten Stunden und auch Tage
in Gemeinschaft - nie allein.

Händeblau und Mückenstiche
zeigten an des Pflückers Fleiß,
mancher summte Kinderlieder
oder Schlager - so ganz leis'.

Es verschwanden manche Beeren,
blaue Früchte - frisch, gesund,
landeten voll heiß' Begehren
in dem Blaubeerkindermund.



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Sonnenuntergang


Rote Farbenpracht durchzieht
den Horizont in wechselnder Weise,
umrahmt von Schwärze
der stillen Natur,
bereichert die dunkelnde Bucht
mit hörbar flachfließenden Wellen,
die zum Strande eilen
und wieder verschwinden
im Licht der untergehenden Sonne,
die ihr Spiegelbild zeigt
im göttlichen Sein.



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Wildbach


Aus der Höhe
stürzen Wasser
fallen wild
ins tiefe Tal
legen Spuren
formen Berge
trommeln
Melodien gar.

Rauschen
tösend in
die Tiefe
springen über
Felsenstein
zwängen weiter
sich durch
Schluchten
nebeln dröhnend
Ufer ein.